Kleider machen Bräute – Wahl des richtigen Hochzeitskleids

Zumindest die Farbe scheint festzustehen …

Eine der größten und schwierigsten Entscheidungen, die eine zukünftige Braut zu treffen hat, ist die der Wahl des Brautkleids. Festlich soll es sein, elegant, individuell und typgerecht. Vielleicht sogar etwas ganz anderes, unschuldig oder wagemutig und natürlich DAS Kleid, welches Sie an diesem einzigartigen Tag wie einen Stern erstrahlen lässt. Egal, ob Sie schon ganz genaue Vorstellungen davon haben, wie Ihr Wunschkleid aussehen soll, oder noch Ideen sammeln, es gibt einiges zu beachten, damit das Traumkleid nicht zum Alptraum wird.

Die riesige Auswahl an Kleidern von der Stange, aus kleinen Boutiquen oder sogar als Maßanfertigung machen die Orientierung nicht leichter. Doch vergessen Sie bei so vielen Möglichkeiten nicht, das Brautkleid Ihrer Wahl sollte vor allem Ihre Persönlichkeit, Ihren Geschmack und Stil widerspiegeln. Scheuen Sie sich nicht vor Individualität und neuen Wegen, aber auch Traditionelles bleibt immer im Trend, wovon nicht zuletzt die steigende Zahl der Vintage Hochzeiten zeugt.

Auch wenn Sie schon ganz genau wissen, was Sie möchten, lassen Sie sich Zeit und genug Freiraum, um auch andere Stilrichtungen auszuprobieren. Das Wichtigste beim Anprobieren und Stöbern ist Spaß zu haben. Vergessen Sie nicht, Ihr Brautkleid kaufen Sie (meist) nur ein Mal im Leben.

Machen Sie eine Liste aller Geschäfte mit Brautmoden, deren Schaufenster oder Internetangebot Ihnen gefällt. Sammeln Sie Bilder mit Hochzeitskleidern, die Ihren Geschmack treffen. Das macht die Beratung leichter. Haben Sie alle Utensilien zusammen, begeben Sie sich auf eine entspannte Shopping-Tour mit Ihrer besten Freundin im Schlepptau. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor! Nach einer gewissen Zeit sieht jedes Kleid gleich aus. Nicht jedes Braumodengeschäft erlaubt Ihnen, die Ware zu fotografieren. Aber einen Versuch ist es wert und hilft bei der Entscheidung in den eigenen vier Wänden.

Doch warten Sie auch nicht zu lange! Nichts ist frustrierender als ein halbherziger „Last Minute“ Kauf im allgemeinen Hochzeitstrubel während der letzten Tage vor der Trauung. Oder Sie hatten Ihren Traum von Hochzeitskleid bereits in den Händen, und dann schnappt es Ihnen eine andere vor der Nase weg. Wenn Sie also überzeugt sind, kaufen Sie es und suchen Sie nicht weiter.

Um sich optimal auf Ihren Kleiderkauf vorzubereiten, schauen Sie doch in unser Hochzeitskleider-Lexikon, das Ihnen den Weg durch den Dschungel der Hochzeitskleidstoffe und –schnitte weist.

Hochzeitskleider-Lexikon

Die Stoffe

Chiffonstoff mit Spitzen-Applikation

Chiffon ist ein feines, durchsichtiges Gewebe aus Natur- oder Kunstseide

Brokat ist ein schwerer Stoff aus Seide oder Viskosegarn (Rayon) mit Mustern aus eingewobenen Gold- oder Silberfäden.

Chiffon ist ein feines, durchsichtiges Gewebe aus Natur- oder Kunstseide.

Faille ist ein glänzender, engmaschiger Stoff aus Silk oder Viskosegarn (Rayon) mit einem kreuzförmigen Rippeneffekt.

Moiré wird entweder aus Polyester oder Seidentaft hergestellt, um in gedimmtem Licht wie Wasser zu glitzern.

Organza ist ein transparenter, einfach gewobener Stoff mit Spiegel- und Kristalleffekten.

Satin ist ein blickdichter, geschmeidiger Stoff.

Taft ist ein beliebter Stoff für Hochzeitskleider, der sowohl für das Innenfutter als auch den Außenstoff verwendet werden kann. Er ist entweder matt oder glänzend und als Außenstoff relativ steif.

Tüll ist ein sehr engmaschiges Netz aus Seide, Baumwolle oder synthetischen Fasern und wird normalerweise für die Stofflagen über dem Satinrock verwendet.

Die Spitze

Alençon ist eine exquisite Spitze aus Frankreich, die sich durch schwere Schnurstickerei auf einem feinen Netz auszeichnet, was diese Spitze schön und auch beständig macht.

Chantilly stammt ebenfalls aus Frankreich und steht für eine zarte, schön fallende Optik mit graziösen Blumendessins. Im Gegensatz zu Alençon Spitze findet man bei Chantilly Spitze keine Schnurstickerei um die Dessins.

Cluny wird aus lose gedrehtem Garn hergestellt, was dieser Spitze ihren dreidimensionalen Vintage Charakter verleiht.

Schiffli Spitze ist eine maschinell hergestellte Spitze mit Blumenmuster aus Baumwolle oder Viskosegarn, die auf eine Reihe von weichen, durchsichtigen Stoffen gestickt wird.

Valenciennes besteht aus einem Netz mit diamantförmigen oder runden Lochstickereien. Das Dessin ist flach, durchsichtig und aus Baumwoll-, Nylon- oder Polyesterfasern genäht.

Venezianische Spitze besteht aus einem schweren, erhabenen Blumendessin und war lange die bevorzugte Spitze für Hochzeitskleider. Venezianische Spitze hat einen dreidimensionalen Effekt. Der Hintergrund wird ausgebrannt, so dass nur das Garn zurückbleibt.

Schleppen, Schleier und Kopfbedeckungen

Brautkleid mit langer Schleppe

Brautkleid mit langer Schleppe

Schleppe am Rocksaum ist die am häufigsten gewählte Schleppe und stellt eine Verlängerung des Rocksaums dar.

Schleppe ab Taille. Häufig wird die Schleppe alternativ zum Rocksaum mit einem Band an der Taille befestigt, was den Vorteil birgt, dass sie für die Hochzeitsfeier im Anschluss an die Trauung ohne Weiteres abgenommen werden kann.

Mantel-Schleppe. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird die Mantelschleppe als Mantel über dem Brautkleid getragen.

Blumenkranz. Ein Kranz aus Blumen oder Schleierkraut, der je nach Geschmack auf dem Kopf oder um die Stirn getragen werden kann.

Juliet Cap. Ein mit Perlen und Pailletten besticktes Hütchen oder Netz, das über dem Scheitel befestigt wird.

Mantilla. Die Mantilla besteht aus einem in Spitze eingelassenen Netz, das mit einem eleganten Kamm befestigt wird und so das Gesicht rahmt.

Florentinerhut. Ein Hut mit breiter Krempe, die mit ausgefallener Spitze, Perlen und Pailletten verziert wird.

Tiara. Ein Krönchen, das hoch oben auf dem Kopf getragen wird und mit Kristallen, Perlen oder Spitze überzogen ist.

Diadem. Ein halbmondförmiger Reif, der mit Satin und Spitze dekoriert und hoch auf dem Kopf getragen wird.

Ein Schleier kann mit Ausnahme der Mantilla an all diesen Kopfbedeckungen befestigt werden.

Kurzer Schleier. Ein kurzer Schleier oder „Blusher“ ist ein locker fallender Schleier, der über das Gesicht oder über die Kopfbedeckung getragen wird. In vielen Fällen wird er an einem längeren, zwei- oder dreistufigen Schleier befestig.

Braut mit langem Schleier im Kornfeld

Langer Schleier kleidet auch im Kornfeld

Mittellanger Schleier. Der mittellange Schleier fällt anmutig über die Schultern bis zu den Fingerspitzen und war lange Zeit der beliebteste Schleier. Auch heute passt er ideal zu jedem Brautkleid.

Langer Schleier. Ein langer Schleier, auch Ballettschleier genannt, kann bis über die Fußknöchel reichen und sieht gerade bei schlichten Kleidern sehr elegant aus. Oft ersetzt dieser Schleier auch die Schleppe.

Kathedralschleier. Der Kathedralschleier ist der ultimative Traumschleier wie er oft bei königlichen Hochzeiten zum Einsatz kommt. Er kann bis zu fünf Meter lang sein und ist daher für die Braut oft sehr schwer und ohne Hilfe kaum zu tragen. Auch die richtige Frisur ist bei diesem Gewicht sehr wichtig.

Schlichter Schleier. Der schlichte Schleier kann das ideale Accessoire für ein aufwendiges Hochzeitskleid sein. Er besteht aus zwei Lagen Spitze in unterschiedlicher Länge, um den Schleier voluminös über den Hinterkopf fallen zu lassen.

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Text: Christina Wahl

Fotoquellen: BildPix.de/fotolia; PeskyMonkey/istockphoto; JHaviv/istockphoto; aldomurillo/istockphoto

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